Geographie

Mit dem neuen Bildungsplan 2016 wurde der Fächerverbund EWG, bestehend aus Erdkunde, Wirtschaftskunde und Gemeinschaftskunde, erneut aufgelöst. Die darin enthaltenen Fächer werden nun separat in den Fächern Geographie, Gemeinschaftskunde und in dem neu geschaffenen Fach Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung (WBS) unterrichtet.

Im Zentrum des Geographieunterrichts stehen alle raumwirksamen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Das System Erde ist hier als ein dynamisches System mit verschiedenen Teilsystemen wie der Erdoberfläche, dem Klima, der Gesellschaft oder der Wirtschaft zu verstehen. Schülerinnen und Schüler entwickeln eine grundlegende räumliche Orientierungskompetenz sowie geographisch-fachliche Kompetenzen, um anhand ausgewählter Räume

  • eine Vorstellung der Welt zu erlangen
  • komplexe Raumstrukturen zu erfassen
  • aktuelle und zukünftige Entwicklungen zu erkennen und zu bewerten und im Sinne nachhaltiger Entwicklung an diesen Prozessen aktiv teilzuhaben.

Im neuen Bildungsplan wird weiter Folgendes ausgeführt:

Die Schülerinnen und Schüler lernen vielfältige, oft faszinierend schöne und interessante, aber auch widersprüchliche und problematische naturräumliche und kulturelle Phänomene und Prozesse der Erde kennen. Sie erfassen bisherige, aktuelle Entwicklungen und zu erwartende Veränderungen der Erde als Ganzes sowie in ihren Teilräumen. Dabei lernen sie, dass wir Menschen Teil des Systems Erde sind: Wir können dieses durch unsere Lebens-, Wirtschafts- und Verhaltensweisen entscheidend gestalten, sie erhalten, aber auch in ihrer Regenerationsfähigkeit gefährden.

(Bildungsplan 2016, Gemeinsamer Bildungsplan der Sekundarstufe I, Geographie, Seite 3f).

Modell geographischen Lernens (© Landesinstitut für Schulentwicklung)